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Deutschland hat die Zähne schön: Blendende Zukunft für blendende Zähne

Deutschland ist Spitzenreiter in Sachen Zahngesundheit. Zu diesem Schluss kommen aktuelle Studien. Woran das liegt und wie sich der Trend in Zukunft entwickelt, erfahren Interessierte im Beitrag.

Europas Zähne unter der Lupe

Die Zahngesundheit der Deutschen ist im internationalen Vergleich überragend – das belegt unter anderem eine aktuelle Studie des Berliner Gesundheitsberaters Qunomedical. Für die Studie untersuchte Qunomedical insgesamt 24 EU-Mitgliedstaaten, dazu die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Die Studienautoren zogen auch Ergebnisse der WHO, von Eurostat und des Rats der Europäischen Zahnärzte heran. Dabei analysierte Qunomedical die Länder hinsichtlich ihrer Zahngesundheit, der Verbreitung zahnmedizinischer Einrichtungen sowie negativer Einflüsse auf die Zahngesundheit.

Das Ranking im Detail

Um das Themenfeld Zahngesundheit zu untersuchen, zog Qunomedical den sogenannten DMFT-Index für Zwölfjährige aus ganz Europa heran. Dieser liefert Informationen über die durchschnittliche Anzahl von kariösen (decayed), verlorengegangenen (missing) oder gefüllten (filled) Zähnen. Die untersuchten Probanden waren Kinder im Alter von 12 Jahren – der Zustand ihrer Zähne stelle eine Grundlage für ein gesundes Gebiss im Erwachsenenalter dar. Dass deutsche Kinder hier im internationalen Vergleich weit vorn liegen, zeigte auch die Studie „Epidemiologischen Begleituntersuchungen zur Gruppenprophylaxe“ der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege aus dem Jahr 2016. Demzufolge haben fast 80 Prozent der Sechstklässler in Deutschland nachhaltig kariesfreie Gebisse. Die Studie legt offen, dass die Kariesbelastung bei Kindern seit 1994 kontinuierlich sinkt.

Deutschland auf Platz 2

Weiterhin warf Qunomedical einen Blick auf die Verteilung der zahnmedizinischen Einrichtungen sowie der verfügbaren Zahnärzte pro 100.000 Bewohner eines Landes. IhreZahl gebe, so die Studienautoren, Aufschluss darüber, wie gut die zahnmedizinische Versorgung in einem Land gesichert ist. Und zuletzt identifizierte Qunomedical diverse für die Zahngesundheit schädliche Faktoren, darunter:

  • Alkoholkonsum
  • Anzahl der Raucher in einem Land
  • Zuckerkonsum

Das Ergebnis: Deutschland belegt hinter Italien einen „guten“ zweiten Platz. In Italien schwächelt zwar der DMFT-Index der Kinder, allerdings verfügt das Land über jede Menge zahnmedizinische Einrichtungen und die Bewohner genießen eine vergleichsweise gesunde Küche, was die hohe Platzierung erklärt.

Deutschlands Kinder wiederum erfreuen sich (wie bereits dargelegt) einer guten Zahngesundheit. Abseits davon gibt es auch in der Bundesrepublik im internationalen Vergleich viele Zahnärzte und zahnmedizinische Fakultäten. Dafür sind der Alkohol- und Zuckerkonsum (13,4 Liter und 36,9 Kilogramm pro Jahr) pro Kopf noch sehr hoch. Außerdem hat Deutschland einen Raucheranteil von 30,6 Prozent.

Gute Zähne bis ins hohe Alter

Wie es um die Zahngesundheit der übrigen Altersgruppen bestellt ist, zeigt regelmäßig die Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS) der Bundeszahnärztekammer. Die neueste Ausgabe ist derzeit in Arbeit, aktuelle Zahlen sind daher in der Studie von 2014 zu finden. Dort heißt es, dass die Anzahl der Zähne mit Karies bei den jüngeren Erwachsenen (35- bis 44-Jährige) seit 1997 um rund 30 Prozent gesunken ist. Die Studie legt offen, dass dies der guten Mundhygiene der Deutschen geschuldet ist. Schon im Kindesalter kennen wir die gängigen Empfehlungen für ein gutes Zahnputzverhalten.

Insgesamt haben Deutsche auch in hohem Alter eine zunehmend gute Zahngesundheit. Paradoxerweise steigt allerdings genau darum der Behandlungsbedarf bei Parodontitis tendenziell an. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge ist das dem zunehmenden Attachment-Verlust der Zähne im Alter geschuldet. Soll heißen: So gut die Zahngesundheit auch ist, gegen den Verlust von Knochen, der den Zahn im Kiefer hält, kommen Zahnbürste und -seide nicht an.

Titelbild: ©Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte, Sprache, Kultur und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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