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Scheitern – aber richtig: Was man aus Fehlern lernen kann

„Lerne aus den Fehlern der anderen und akzeptiere deine eigenen“ – das könnte das Motto der FuckUp Nights sein, bei denen meist Selbstständige von ihren gescheiterten Projekten berichten. Denn Fehler gehören zum Berufsleben dazu – und wer fähig ist, daraus zu lernen, dem winkt eine höhere Chance auf Erfolg.

Aus Niederlagen zu Lernerfahrungen

„Scheitern ist die Möglichkeit, es noch einmal besser zu machen“, sagte schon Unternehmer Henry Ford. Er beweist: Mit einer positiven Einstellung zum Scheitern und der Reflexion eigener Fehler kann auch unter Widrigkeiten Unternehmenserfolg erzielt werden.

Das klingt natürlich einfacher als es ist: Niemand gesteht gerne ein, dass er gerade eine wichtige Information falsch verstanden, eine Kundenmail vergessen oder einen Termin nicht eingetragen hat. Dabei ist das jedoch wichtig, um erstens den Fehler wiedergutzumachen und zweitens Maßnahmen zu ergreifen, dass sich dies nicht wiederholt. 

Vergesse ich schnell etwas, wenn gerade viele Dinge zu erledigen sind? Das ist völlig normal! Dagegen helfen zum Beispiel Projektmanagementtools. Gibt es immer wieder Kommunikationsprobleme mit einem Mitarbeiter oder Kunden? Dann hilft es, sich zu einem klärenden Gespräch zusammenzusetzen.

Coach Silvia Horstmann rät dazu, an der inneren Einstellung zu Fehlern zu arbeiten: Man solle sich nach einem Missgeschick nicht fragen, ob man „zu blöd“ dafür sei. „Eine Frage in negativer Intention bekommt immer eine negative Antwort, die uns bedrückt und eher deprimiert. Wenn Sie sich aber fragen: „Was kann ich daraus lernen?, dann werden Niederlagen zu Lernerfahrungen und tragen sofort zu unserer Weiterentwicklung bei“, erklärt Silvia Horstmann auf Xing.

Eine positive Fehlerkultur für mehr Erfolg

Wer einen Fehler macht, der sollte dazu stehen – vor allem Vorgesetzte. Das signalisiert den Mitarbeitenden: Auch sie dürfen Fehler zugeben. Experten raten Führungskräften außerdem, statt nach dem Schuldigen besser die Ursachen zu suchen: Wenn etwas schiefgelaufen ist, ist es hilfreich, nicht den schuldigen Mitarbeiter zu identifizieren und zusammenzustauchen. Besser ist es, konstruktiv nach einer Lösung zu suchen, damit so ein Fehler nicht mehr passiert. 

Dazu gibt es in Deutschland noch viel Nachholbedarf: In einer Studie von Ernst & Young zu diesem Thema gaben 80 Prozent der befragten Führungskräfte an, Fehler zu vertuschen, obwohl diese Projekte verzögern. 45 Prozent Mitarbeiter beklagten, dass Scheitern an neuen Aufgaben Konsequenzen nach sich ziehe – was den offenen Umgang mit Fehlern nicht befeuern dürfte.

Who fucked it up?

Und was tun, wenn einem nicht nur ein kleiner Fehler passiert ist, sondern sein ganzes Unternehmen in den Sand gesetzt hat? Darüber haben sich ein paar Freunde 2021 in Mexiko-Stadt Gedanken gemacht – und die FuckUp Nights ins Leben gerufen, von denen bereits mehrere Ableger in deutschen Städten zu finden sind. 

Damit soll eine neue Kultur des Scheiterns etabliert werden. Dabei erzählen meist junge Gründer und Selbstständige von ihrem Scheitern. Danach folgt ein direkter Austausch mit dem Publikum. Ihre Geschichten zeigen: Scheitern gehört zum Berufsleben dazu. Und manchmal folgt daraus auch ein Neuanfang, der ohne den Anfangsfehler nicht möglich gewesen wäre. 

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Titelbild: ©Богдан Маліцький/stockAdobe.com

Lisa Mayerhofer
Lisa Mayerhofer
Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

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