Münchener Verein Versicherungsgruppe

Programm H+

Digitale Transformation – wie geht das eigentlich? Das Programm H+ liefert die Antworten und stellt Lösungsansätze bereit. Wir haben mit Christian Gnam, MD at Insurtech Hub Munich, gesprochen.

Redaktion: Wie kam es zur Partnerschaft zwischen dem Münchener Verein und Ihnen?
Programm H Christian Gnam
Christian Gnam

Christian Gnam: Im Jahr 2017 gründete ein Konglomerat aus Versicherungsunternehmen den InsurTech Hub Munich. Der Münchener Verein war von Anfang an dabei – gehört also zu den zwölf Gründungsmitgliedern – und bringt sich seitdem sehr engagiert in den unterschiedlichen Formaten beim Hub ein. Dafür hat der Münchener Verein bereits die Auszeichnung als „Most Engaged Partner“ erhalten. Mit dem Business Analysis Team um René Wittig und Thomas Klemm tauschen wir uns regelmäßig zu Innovationsstrategien und neuen Ideen aus. Darüber hinaus vertritt Herr Dr. Stefan Lohmöller, Vorstandsmitglied und COO, den Münchner Verein im Beirat des InsurTech Hub Munich.

Redaktion: Was ist das Programm H+?

Christian Gnam: Der InsurTech Hub Munich e.V. unterstützt als non-profit Innovationsplattform die Versicherungsindustrie. Dabei geht es sowohl um die digitale Transformation als auch um Zusammenarbeit mit innovativen Startups aus der ganzen Welt. Hierfür identifizieren wir Themen, die für unsere Mitglieds-und Partnerunternehmen von besonderer Relevanz sind. Eines davon ist der Bereich Digital Health. Dieser ist zuletzt durch die Pandemie und den Vorstoß Deutschlands mit dem Digitalen Versorgungsgesetz in den Fokus gerückt.

Daher haben wir 2020 erstmals das H+ Digital Health Innovation Programm ins Leben gerufen. Aufgrund der sehr positiven Resonanz und dem anhaltenden Interesse an dem Thema gab es dieses Jahr eine zweite Ausgabe, beziehungsweise eine Weiterentwicklung, von unserem H+ Digital Health Programm.

“Die Transformation der Krankenversicherer stand im Vordergrund.”

Redaktion: Was genau passiert im Zuge des Programm H+?

Christian Gnam: Während des zweimonatigen Programms haben wir unser Ökosystem zusammen gebracht. Dieses besteht aus führenden Versicherern, Technologieunternehmen, branchenübergreifenden Industriepartnern und ausgewählten nationalen und internationalen Digital-Health-Startups. Das Ziel: Neue Gesundheitsthemen zu vertiefen, patientenzentrierte innovative Lösungen einzubringen, Expertise aufzubauen und den gegenseitigen Wissensaustausch zu fördern. Hier hat sich insbesondere der Münchener Verein aufgrund seiner starken Stellung im Bereich Krankenversicherung mit seinem Expertenwissen eingebracht. Im Fokus des diesjährigen Programm stand die Transformation der Krankenversicherer von reinen Kostenerstattern zu Gesundheitspartnern im Sinne des Kunden.

Redaktion: Wie profitieren Vermittler davon?

Christian Gnam: Gerade in einem so sensiblen und persönlichen Bereich wie Gesundheit ist es für die Versicherer wichtig, sich über die Leistung im Wettbewerb zu positionieren. Die Zusammenarbeit mit Startups und Tech-Unternehmen können zum einen den Service bei der Betreuung verbessern und zum anderen zusätzliche Angebote mit einem klaren Nutzen für die Gesundheit des Kunden schaffen. Dies können Vermittlern dann bei den Beratungsgesprächen mit ihren Kunden als Differenzial anbringen. Des Weiteren gibt es auch digitale Lösungen, die die Vermittler während eines Kundengesprächs mit ergänzenden Informationen zum Kunden oder bei der Vertragsabwicklung unterstützen können.

“Die Kundenreise ist eines der am heißesten diskutierten Themen.”

Redaktion: Was ist künftig noch geplant?

Christian Gnam: Im September starten wir unser NXT:Customer Programm, bei dem wir uns spartenunabhängig mit der Kundenreise der Zukunft beschäftigen. Derzeit ist das eines der am heißesten diskutierten Themen. In diesem Zusammenhang widmen wir uns zentralen Fragen wie:

  • Wie tickt der Kunde?
  • Wo kann ich sie/ihn antreffen?
  • Wie kann ich das Produktangebot personalisieren?
  • Wie schaffe ich es, mit dem Kunden eine langfristige Beziehung aufzubauen?

Wir werden hier nicht nur innovative Lösungen von Startups präsentieren, sondern auch Impulse aus anderen Industrien einbringen.

Titelbild: ©Mirko Vitali/ stock.adobe.com, Beitragsbild: © InsurTech Hub Munich

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte, Sprache, Kultur und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.
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