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Die Zahlen hinter den Zähnen

Menschen lieben gesunde, strahlende, weiße Zähne. Sie sind Ausdruck gesunder Lebensweise, wirken sympathisch und strahlen im wahrsten Sinne des Wortes etwas aus. Und wir alle kennen diejenigen aus dem persönlichen oder beruflichen Umfeld, die nie, aber auch wirklich nie zum Zahnarzt müssen. Naja, nur zur Zahnpflege natürlich. Aber das ist (leider) nicht der Normalfall. Der “Otto Normalzahnarztbesucher”, der sitzt häufiger auf dem Zahnarztstuhl, als ihm lieb ist. Und das kostet ein Leben lang …

In jungen Jahren: Kieferorthopädische Behandlung

Die gesetzliche Kasse bietet eine zuzahlungsfreie Behandlung an, wenn die bis zum Ende durchgeführt wird. Allerdings erstattet die Kasse keine Kosten für Extraleistungen, die mehr Komfort oder eine schnellere oder schmerzfreiere Behandlung versprechen – etwa die Kosten für kleinere oder zahnfarbene Brackets, elastische Speziallegierungen bei den Bögen oder eine Bracketumfeldversiegelung. Die Mehrkosten können hier schnell einige 1.000 Euro betragen, die Eltern privat zahlen müssen. Im Schnitt betragen die Mehrkosten bei der Kieferorthopädie um die 2.500 Euro.

Kosten gesamt: 2.500 Euro

Ab 16 sinnvoll: Die Prophylaxe

Die Preise für eine professionelle Zahnreinigung (PZR) können laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) sehr unterschiedlich sein – die meisten Praxen berechnen zwischen 80 und 120 Euro. Gerade in Großstädten liegen die Rechnungen aber auch schnell mal bei 180 Euro und mehr. Geht man von einer Zahnreinigung im Jahr mit Kosten von 120 Euro aus, summiert sich das bis zum 80. Geburtstag auf 7.680 Euro.

Kosten gesamt: 7.680 Euro

Vor allem in jüngeren Jahren: Füllungen nach Kariesbehandlung

Die Karieserfahrung bei Erwachsenen zwischen 35 und 44 Jahren lag 1997 bei 16 ,1 Zähnen. 2014 war die Zahl auf 11,2 Zähne gesunken. Wenn sich der Trend wie erwartet fortsetzt, werden es 2030 nur noch 7,7 Zähne sein. Gehen wir also über das gesamte Leben in allen Altersgruppen einmal von zwölf Zähnen mit Karies aus, die einer Füllung bedürfen, dann entstehen bei durchschnittlichen Kosten von 120 Euro pro Füllung Gesamtkosten von 1.440 Euro.

Kosten gesamt: 1.440 Euro

Wenn der Zahn der Zeit am Zahn nagt: Kronen

Wenn Zähne mit Füllungen nicht (mehr) zu reparieren sind, überkront der Zahnarzt sie meist. Die Kosten dafür unterscheiden sich je nach Material erheblich: Einfache Metallkronen kosten bis zu 500 Euro, verblendete Kronen kosten 700 bis 1.000 Euro. Zirkonkronen liegen in der Spitze bei bis zu 2.000 Euro. Gehen wir davon aus, dass der Zahnarzt im Laufe des Lebens sechs Zähne überkront mit einem Durchschnittspreis von 700 Euro pro Krone, dann schlägt das mit 4.200 Euro zu Buche.

Kosten gesamt: 4.200 Euro

Parodontalbehandlungen: Schmerzhaft – auch für das Portmonee

Wer an Parodontose erkrankt, muss das schnell behandeln lassen, damit kein Zahnverlust droht. Eine privatärztliche Behandlung über den Kassenrahmen hinaus kostet im Schnitt 300 Euro Eigenanteil – bei nur vier Behandlungen im ganzen Leben summiert sich das bereits auf 1.200 Euro Zuzahlung.

Kosten gesamt: 1.200 Euro

Wurzelbehandlungen – Zahnerhalt gegen Mehrpreis

Auch bei Wurzelbehandlungen gibt es vermehrt privatärztlich berechnete Kosten, um eine schnelle und schmerzfreie Behandlung zu gewährleisten. Unterstellt man einmal, dass im Laufe des Lebens an jedem dritten Zahn eine Wurzelbehandlung erforderlich ist, sind acht Behandlungen zu erwarten, die mit je 400 Euro zu Buche schlagen. Macht insgesamt private Zuzahlungen von 3.200 Euro!

Kosten gesamt: 3.200 Euro

Implantate: Teure Rundumsanierung

Vor allem Implantate treiben die Kosten beim Zahnarzt nach oben – und es werden pro Jahr mittlerweile fast 1,5 Millionen Implantate in Deutschland eingesetzt. Wer vier Zähne mit einem Implantat ersetzen muss, der dürfte mit einem Eigenanteil von 12.800 Euro gut bedient sein – vor allem, wenn noch Knochenaufbau erforderlich ist.

Kosten gesamt: 12.800 Euro

Zusatzleistungen wie Bleaching oder Kostenübernahme für Angstpatienten

Zahnzusatzversicherungen bauen ihr Leistungsspektrum immer weiter aus – so übernehmen viele die Kosten für das Bleachen der Zähne, außerdem die Mehrkosten für Schmerzpatienten wie etwa eine Sedierung. Pro Lebensjahr rechnen wir hier einmal mit Kosten von 50 Euro, sodass wir noch einmal 3.200 Euro ansetzen.

Kosten gesamt: 3.200 Euro

Ziehen wir mal einen Strich und wir sind bei 36.220 Euro, die uns die Zahngesundheit über ein Leben von 16 bis 80 Jahre kostet. Natürlich ist das nur eines von vielen, vielen Szenarien – aber alleine dieses Durchschnittsszenario reicht, um die immensen Kosten zu illustrieren, die auch jeden Einzelnen zukommen können. Kosten, die sich mit einer Zahnzusatzversicherung ganz oder zum Teil verhindern lassen. Und eine solche Zahnzusatzversicherung für einen Achtjährigen kostet gerade einmal 13,30 Euro im Monat.

In der Beratung können Vermittler diese Beispielrechnungen nutzen, um vor allem logik- und faktenaffine Kunden zu überzeugen.

Titelbild: © jackfrog / stock.adobe.com

Oliver Mest
Oliver Mest
Hat Rechtswissenschaften studiert und abgeschlossen, heute schreibender Versicherungsmakler in der NewFinance Redaktion. Wenn er nicht gerade Fachartikel verfasst oder Versicherungen vermittelt, findet man ihn beim Wandern in den Alpen (zur Not auch in Südfrankreich oder an der Nordsee vor der Tür).

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