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Head in the Clouds: Welche Systeme gibt es?

Cloudsysteme sind für Unternehmen inzwischen gang und gäbe. Doch welche Systeme gibt es und wie funktionieren sie? Wir geben einen Überblick.

Clouds: Die mysteriöse Datenwolke

Beim Begriff „Cloud“ denken viele zunächst an den Cloud-Speicher. Also das Ablegen einiger Dateien auf externen Servern, auf die über das Internet geräte- und ortsunabhängig zugegriffen werden kann. Viele Verbraucher nutzen diese Funktion immer häufiger für Fotos, Videos oder andere persönliche Daten. Anstatt auf dem eigenen Smartphone werden die Bilder also direkt in der Cloud gespeichert. Das sorgt für mehr lokalen Speicherplatz und schützt die Daten z.B. bei Verlust des Handys. Tatsächlich bietet die Cloud aber weitaus mehr Funktionen als das Abspeichern von Bildern & Co. Der als Cloud-Computing bezeichnete Service, welcher auch Cloud-Storage umfasst, wird vor allem für Unternehmen immer relevanter.

Denn viele Firmen und deren Mitarbeiter*innen arbeiten hauptsächlich digital. Gerade im Maklervertrieb ist eine solche mobile, ortsunabhängige Arbeit von enormer Bedeutung. Beim digitalen Arbeiten fallen jedoch viele Daten an. Eine eigenständige Datenverwaltung kann aufwendig sein und birgt viele Risiken. Die Nutzungsgründe sind daher für private Anwender ähnlich wie für Unternehmen: Ein privater Cloudnutzer möchte, dass seine Bilder von mehreren Geräten abrufbar sind und geht so gleichzeitig sicher, dass die Daten nicht verloren gehen, falls ein Endgerät defekt sein sollte. Für Unternehmen besteht der gravierende Unterschied darin, dass sie oftmals mit deutlich mehr und sensibleren Daten hantieren, die unbedingt geschützt werden sollten. Durch die Verwendung der Cloud können Unternehmen dies sicherstellen.

Dabei gibt es drei verschiedene Verwendungsoptionen:

Infrastruktur-Service: IaaS

Neben Speicherplatz stellen Clouds auch Rechenleistung und Software inklusive Infrastruktur zur Verfügung. Außerdem ermöglichen sie die zeitgleiche Bearbeitung von Unternehmensdaten, ohne dass die Mitarbeiter*innen am selben Ort sein müssen. Teamwork wird so mittels der Cloud-Nutzung neu gedacht! Zudem können Unternehmen getreu dem Motto IaaS (Infrastructure as a Service) mittels Cloud Computing virtuelle Infrastrukturressourcen wie Computer, Netzwerk und Speicher mieten. So sparen sie sich die Anschaffung eigener Geräte und Hardware. Das ist besonders für größere Vermittlerbüros ohne eigenes Rechenzentrum praktisch.

Software online: SaaS

Des Weiteren können Cloud Computing Systeme auch Software und die nötigen Ressourcen bereitstellen, um diese abzuspielen. So ist es beispielsweise möglich, auch komplexere Softwares wie die Adobe Programme zu nutzen, ohne die notwendige Hardware zu besitzen. Dieses Modell nennt sich Software as a Service (SaaS) und eignet sich besonders für Vermittlerbüros, die mit leistungsfordernder Software arbeiten.

Clouds als Plattform: PaaS

Zuletzt bieten Clouds jedoch nicht nur die notwendige Infrastruktur, sondern können auch als „Plattform as a Service“ (PaaS) dienen. Dabei schaffen Clouds eine Entwicklungsumgebung für Webanwendungen. Für Makler ist dieses System jedoch meist von untergeordneter Relevanz.

Aus der Hand geben, in die Wolke legen

Clouds sind also in der Lage, Vermittlern den Arbeitsalltag zu erleichtern. Sei es die unkomplizierte Datenspeicherung, die Verwendung von Software in Cloud-Systemen oder die gemeinsame orts- und endgerätunabhängige Arbeit an Dokumenten. Clouds ermöglichen in der heutigen Zeit die volle Flexibilität modernen Arbeitens – auch und gerade im Vertrieb. Doch welche Arten von Cloud-Anbietern gibt es eigentlich? Und welche Vorteile bringen die jeweiligen Systeme mit? Wir haben Euch die gängigsten Clouds zusammengefasst.

Public Clouds:

Diese gängige IT-Infrastruktur wird von Public-Cloud-Dienstanbieter betrieben und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Bekannte Anbieter sind AWS von Amazon, Microsoft Azure und Google Cloud Plattform.

Die Vorteile:

  • Die Datenmenge ist flexibel nach oben oder unten Skalierbare.
  • Die Abrechnung erfolgt nutzungsorientiert.
  • Die Kosten für das Cloud-System sind verhältnismäßig gering.
  • Unterstützt PaaS, SaaS und IaaS

Private Clouds:

Hierbei handelt es sich um eine private Cloud-Umgebung, die vom Unternehmen selbst betrieben oder von einem externen Partner verwaltet werden kann. Dafür ist entweder ein eigenes oder externes Rechenzentrum notwendig, welches mit entsprechend hohen Kosten verbunden ist.

Vorteile:

  • Eine private Cloud ohne öffentlichen Zugang
  • Hohe Datensicherheit
  • Viele Vorteile einer öffentlichen Cloud, aber zusätzliche Kontroll- und Anpassungsmöglichkeiten
  • Unterstützt IaaS und PaaS

Hybrid Clouds:

Stellen eine Kombination aus den Bereichen Public- und Private Cloud dar. Hybride Clouds eignen sich besonders für aufstrebende Maklerbüros, die mit Wachstum rechnen. Denn gerade bei den hybriden Clouds ist es einfach möglich Speicher freizumachen und Computing-Dienste bei steigender Rechennachfrage flexibel zu erhöhen.

Vorteile:

  • Kombiniert Vorteile von Public und Private Cloud
  • Hohe Flexibilität
  • Die Kontrolle bleibt größtenteils beim eigenen Unternehmen
  • Die eigene IT-Infrastruktur muss nicht dauerhaft aufgerüstet werden
  • Unterstützt PaaS, SaaS und IaaS

Titelbild: ©New Africa/ stock.adobe.com

Victor Massari
Victor Massari
Nach dem Abschluss seines Abiturs direkt an der Zugspitze in Bayern zog es den gebürtigen Garmischer in die Großstadt. In München studiert er jetzt Mediendesign und ist das jüngste Mitglied im Team der Online-Redaktion von New Finance.

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