Der Spiegel hat sich in jüngster Vergangenheit in einem ausführlichen Beitrag mit der Frage beschäftigt, wie sinnvoll Zahnzusatzversicherungen wirklich sind, und dabei viele vermeintliche Kritikpunkte aufgegriffen, die Verbraucher seit Jahren angeblich beschäftigen: Zahlen die Versicherungen am Ende wirklich? Sind die Leistungen begrenzt? Reicht die gesetzliche Versorgung vielleicht doch aus? Und lohnt sich die monatliche Prämie überhaupt?
Der Artikel beleuchtet teilweise Fragen, die sich Kunden stellen. Gleichzeitig zeigt er aber auch ein Problem, das bei der Diskussion rund um Zahnzusatzversicherungen häufig entsteht: Es wird oft über „die Zahnzusatzversicherung“ gesprochen, obwohl sich die Tarife am Markt massiv unterscheiden. Zwischen einfachen Basislösungen und leistungsstarken Premiumtarifen liegen in der Praxis oft Welten.
Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die einzelnen Argumente, insbesondere darauf, welche Leistungen moderne Tarife wie die ZahnGesund-Lösungen des Münchener Vereins heute tatsächlich bieten und welche wichtigen Aspekte im Spiegel-Artikel eher am Rand vorkommen oder sogar ganz fehlen.
Den ursprünglichen Spiegel-Artikel finden Sie hier:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zahnzusatzversicherung-ueberteuert-oder-sinnvoll-a-944b1a28-0826-4d84-914b-b81bb6f2e899
Zahnzusatzversicherungen zahlen doch auch nicht alles
Ein häufiges Argument gegen eine Zahnzusatzversicherung, das sich so ähnlich auch im Artikel findet. Das ist ähnlich sinnvoll, als wenn man Autofahren ablehnt, weil der Fiat Punto keine 260 km/h fährt, aber man nun einmal trotzdem mangels ÖPNV-Anbindung zur Arbeit kommen muss. Verzichtet man deswegen komplett auf ein Auto? Gewiss nicht. Stattdessen wählt man das Auto, das zu einem passt. Nichts anderes gilt bei der Zahnversicherung.
Natürlich zahlt nicht jeder Vertrag alles. Die Tarife am Markt unterscheiden sich.
Die ZahnGesund-Tarife des Münchener Vereins leisten beispielsweise:
- bis zu 100 % für Zahnersatz
- 100 % bei Regelversorgung
- Leistungen für Implantate inklusive Knochenaufbau
- Leistungen für hochwertige Materialien
- Leistungen für Veneers und Lumineers
Und es werden auch Kosten übernommen, die nicht durch die Behandlung selbst entstehen, sondern durch:
- Laborleistungen
- ästhetische Verblendungen
- moderne Materialien
- digitale Verfahren
- aufwendige chirurgische Maßnahmen
Ob man diesen Schutz benötigt, kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Und gerade schwächere Tarife begrenzen viele dieser Leistungsmerkmale.
Professionelle Zahnreinigung ist oft gedeckelt
Dieser Aspekt im Vertrag ist natürlich korrekt. Allerdings ist die Frage weniger, ob eine Begrenzung existiert, sondern wie hoch sie ausfällt. Beim Münchener Verein werden beispielsweise je nach Tarif zwischen 75 und 100 Euro zweimal pro Versicherungsjahr übernommen. Das reicht in vielen Fällen bereits für die vollständige Erstattung professioneller Zahnreinigungen.
Zukunftssicherer Zahnschutz
Ein wesentlicher Punkt fehlt im Spiegel-Artikel nahezu vollständig: die Bedeutung moderner Zahnbehandlungen. Denn hohe Kosten entstehen oft nicht erst beim Zahnersatz, sondern schon vorher.
Die Tarife des Münchener Vereins leisten beispielsweise auch für:
- hochwertige Kunststofffüllungen
- Wurzelbehandlungen
- Parodontosebehandlungen
- Funktionsanalyse
- Knirscherschienen
- moderne Diagnose- und Behandlungsmethoden
Gerade Wurzelbehandlungen sind ein anschauliches Beispiel: Die gesetzliche Krankenkasse zahlt – wenn überhaupt – häufig nur unter engen Voraussetzungen. Moderne Verfahren wie
- elektrometrische Längenmessung,
- OP-Mikroskop,
- Laserbehandlung
werden oft nicht oder nur teilweise übernommen. Dabei entscheidet gerade die Qualität einer modernen Behandlung häufig darüber, ob ein Zahn erhalten werden kann.
Es gibt Wartezeiten und Staffeln
Das stimmt bei manchen Versicherungen vielleicht, aber beim Münchener Verein lohnt der genaue Blick. Der Münchener Verein verzichtet auf Wartezeiten. Leistungsanspruch besteht ab dem ersten Tag. Tatsächlich existieren sogenannte Zahnstaffeln in den ersten Versicherungsjahren. Diese begrenzen die maximale Erstattungssumme zunächst, es sei denn, es bestand vor dem Abschluss der Zahnzusatzversicherung beim Münchener Verein bereits ein Vertrag bei einem anderen Anbieter: Dann können die Vorversichrungszeiten angerechnet werden.
Aber selbst ohne Wechselbonus sind die Staffeln nicht eng gestrickt, dass keine Leistungen möglich sind. Beim Tarif ZahnGesund 100 liegt die Staffel beispielsweise bereits:
- im ersten Jahr bei 1.500 Euro,
- nach vier Jahren bei 6.000 Euro,
- danach unbegrenzt.
Zudem fallen Leistungen wie die Zahnprophylaxe gar nicht unter die Staffel.
Es müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden
Das stimmt beim Münchener Verein nicht. Angegeben werden muss lediglich, ob Zähne fehlen, wobei ein fehlender Zahn mitversichert werden kann. Wichtig bleibt trotzdem: Bereits angeratene oder begonnene Behandlungen sind grundsätzlich nicht versichert.
Vorher Heil- und Kostenplan einreichen
Der Münchener Verein verlangt das nicht, aber es ist auch sinnvoll, den Plan vorab abzustimmen mit dem Versicherer. Gerade bei größeren Behandlungen sorgt die vorherige Prüfung für:
- Transparenz,
- Planungssicherheit,
- klare Aussage zur Erstattung,
- weniger Streit im Nachhinein.
Der Artikel stellt diesen Punkt eher wie eine Hürde dar. In der Praxis profitieren Kunden davon häufig sogar. Zusätzlich bietet der Münchener Verein eine zweite Zahnarztmeinung inklusive Prüfung von Heil- und Kostenplänen an. Das ist ein Punkt, den viele Verbraucher massiv unterschätzen: Nicht jeder Heil- und Kostenplan ist automatisch wirtschaftlich oder alternativlos.
Was häufig vergessen wird
Viele Diskussionen über Zahnzusatzversicherungen konzentrieren sich fast ausschließlich auf Zahnersatz und speziell auf Implantate. Dabei gibt es weitere wichtige Leistungsmerkmale, die der Münchener Verein in seinen ZahnGesund-Tarifen abbilden kann:
Kieferorthopädie
Gerade bei Kindern können hohe Eigenanteile entstehen. Der Tarif ZahnGesund 100 leistet:
- bis 5.000 Euro für Kinder,
- bis 2.500 Euro für Erwachsene.
Schmerzlindernde Maßnahmen
Ein häufig unterschätzter Punkt. Der Münchener Verein leistet beispielsweise auch für:
- Vollnarkose,
- Lachgas,
- Dämmerschlaf,
- Hypnose,
- Akupunktur.
Gerade für Angstpatienten kann das extrem relevant sein.
Innovationsgarantie
Ebenfalls spannend: Neue medizinisch notwendige Behandlungsmethoden sind mitversichert. Das ist deshalb wichtig, weil sich Zahnmedizin permanent weiterentwickelt. Und schon heute sind moderne Behandlungsmethoden wie digitale Volumentomographie, Funktionsanalytische und -therapeutische Leistungen oder auch die CEREC Versorgung mitversichert.
„Rechnet“ sich die Zahnzusatzversicherung?
Diese Frage stellt der Spiegel am Ende. Wörtlich heißt es: „Manchmal ist es hilfreich, sich auszurechnen, was beim Zahnarzt auf der Rechnung stehen muss, damit Sie die Versicherungsprämien wieder reinbekommen.”
Das Problem an dieser Betrachtung: Versicherungen sind kein Sparbuch mit Rückzahlungsgarantie, sondern folgen dem Solidaritätsprinzip. Viele zahlen Beiträge ein, damit diejenigen abgesichert sind, die tatsächlich hohe Kosten haben. Genau deshalb kann niemand vorhersagen, ob und wann sich eine Versicherung „lohnt“.
Nach derselben Logik müsste man auch fragen:
- Hat sich die private Haftpflichtversicherung gelohnt, wenn nie ein Schaden entstanden ist?
- War die Wohngebäudeversicherung unnötig, solange kein Leitungswasserschaden auftritt?
- Oder ist die Berufsunfähigkeitsversicherung überflüssig, solange man gesund bleibt?
Und genau so könnte man fragen: Lohnt sich das Spiegel-Abo, wo man doch Nachrichten umsonst im Internet bekommt?
Versicherungen sollen finanzielle Risiken kalkulierbar machen. Und gerade bei Zahnbehandlungen geht es häufig nicht um kleine Rechnungen, sondern um Kosten, die plötzlich und ungeplant entstehen können. Und das oft genau dann, wenn man sie finanziell eigentlich nicht gebrauchen kann.
Hinzu kommt: Die Betrachtung „Beiträge gegen einzelne Behandlung“ greift bei modernen Zahnzusatzversicherungen ohnehin zu kurz. Denn hochwertige Tarife leisten heute nicht nur bei Implantaten, sondern begleiten viele Versicherte über Jahre hinweg:
- bei professioneller Zahnreinigung,
- hochwertigen Füllungen,
- Wurzelbehandlungen,
- Parodontosebehandlungen,
- Knirscherschienen,
- Kieferorthopädie
- und modernen Diagnose- und Behandlungsmethoden.
Die eigentliche Frage lautet deshalb häufig nicht:
„Bekomme ich mehr Geld zurück, als ich eingezahlt habe?“
Sondern:
„Wie wichtig ist mir hochwertige Zahnmedizin und möchte ich hohe Kosten im Ernstfall selbst tragen?“
Genau darin liegt letztlich der Kern einer guten Zahnzusatzversicherung: Sie soll keinen Gewinn machen. Sie soll ermöglichen, dass medizinische Entscheidungen nicht allein vom Kontostand abhängig werden.
Beitragsbild: ©Shotprime Studio/adobestock.com


