Münchener Verein Versicherungsgruppe

Die Eintrittskarte für Vermittler in das Unternehmen

Die betriebliche Altersversorgung (bAV), die betriebliche Krankenversicherung (bKV) oder die Versorgung von Geschäftsführern und Gesellschaftern sind starke Hebel für Sicherheit, Mitarbeiterbindung und steuerliche Gestaltung. Doch eines ist klar: Diese Themen verkaufen sich nicht von selbst.

Wer Unternehmen für betriebliche Vorsorge begeistern will, benötigt mehr als Produktwissen. Man benötigt als Vermittler einen Plan. Und einen Zugang. Dieser Beitrag zeigt fünf bewährte Wege, wie man die Tür ins Unternehmen öffnet und im Gespräch bleibt.

Über den Schmerz kommen und nicht über Produktvorteile

Wer das Thema betriebliche Vorsorge im Unternehmen platzieren möchte, scheitert oft nicht am Produkt, sondern am Einstieg. Sätze wie „Mit einer bKV verbessern Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität“ oder „Die bAV spart Steuern“ mögen sachlich korrekt sein, sie lösen aber keine Dringlichkeit aus.

Entscheider handeln selten, weil es „nice to have“ ist, sondern weil ein Problem brennt. Deshalb lohnt es sich, gezielt über die Schmerzpunkte des Unternehmens einzusteigen. Hier tut es bei den Unternehmen am meisten weh:

Krankenstand: Wenn Leistungsträger plötzlich fehlen

Ein längerer Ausfall und plötzlich gerät der Betrieb ins Wanken. Wenn Schlüsselpersonen krank werden, stockt der Vertrieb, verzögert sich die Fertigung oder fällt Know-how aus dem Tagesgeschäft. Besonders belastend wird es, wenn es keine Vertretung gibt.

Gesprächseinstieg:

„Was kostet es Sie, wenn ein Mitarbeiter vier Wochen ausfällt?“
„Wie federn Sie im Betrieb kurzfristige Ausfälle ab oder geht das gar nicht?“

Vorsorgeansatz:

  • bKV als präventives Gesundheitsangebot
  • Pflegezusatzversicherung für Angehörige (Entlastung bei Pflegezeit)
  • Betriebliche Unfallversicherung für Außendienst oder Handwerk

Fachkräftemangel: Wenn Bewerbungen ausbleiben

Viele Unternehmen sind heute nicht mehr in der Lage, offene Stellen zeitnah zu besetzen. Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht und gute Mitarbeiter wählen ihren Arbeitgeber. Gerade in Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit oder hoher Konkurrenz um Fachkräfte kann ein fehlendes Benefitsystem den Unterschied machen.

Gesprächseinstieg:

„Wie lange dauert es bei Ihnen aktuell, bis eine Stelle besetzt ist?“
„Was sind Ihre stärksten Argumente im Bewerbungsgespräch?“

Vorsorgeansatz:

  • bAV als Bestandteil des Gehaltspakets
  • bKV als Alleinstellungsmerkmal im Bewerbungsprozess
  • Arbeitgeberfinanzierte Berufsunfähigkeitsabsicherung

Fluktuation: Wenn Know-how und Erfahrung gehen

Jede Kündigung kostet Geld und Substanz. Wenn erfahrene Mitarbeitende gehen, verlieren Unternehmen nicht nur eingearbeitetes Personal, sondern auch Kontakte, Prozesswissen und oft jahrelanges Vertrauen. Gerade bei Leistungsträgern sollte man sich fragen: Warum sind sie wirklich gegangen?

Gesprächseinstieg:

„Was glauben Sie: Warum verlassen Mitarbeitende Ihr Unternehmen?“
„Wie sichern Sie sich gegen unerwartete Wechsel ab?“

Vorsorgeansatz:

  • Benefits als Bindungsinstrument: „Wer gut versorgt ist, bleibt.“
  • Betriebsrenten mit Unverfallbarkeitsregeln als „goldene Kette“
  • Gruppenunfallversicherung mit Reputationswirkung

Motivationsdefizit: Wenn Mitarbeiter nur noch das Nötigste tun

Mitarbeitende, die das Unternehmen nicht als verlässlichen Partner sehen, haben oft innerlich gekündigt. Fehlende Wertschätzung spiegelt sich in Fehlzeiten, sinkender Produktivität und Dienst-nach-Vorschrift wider. Betriebliche Vorsorge kann genau hier ansetzen: als sichtbares Zeichen von Fürsorge und Wert.

Gesprächseinstieg:

„Wie zeigen Sie Ihrem Team, dass Sie an seine Zukunft denken?“
„Was tun Sie aktiv für die Motivation Ihrer langjährigen Mitarbeitenden?“

Vorsorgeansatz:

  • Gesundheitsbudget oder BKV als Wertschätzung
  • Zuschüsse zur Altersvorsorge
  • Zusatzversicherungen für Angehörige als familienfreundlicher Bonus

Je näher man an den tatsächlichen Herausforderungen des Unternehmens berät, desto größer ist die Erfolgswahrscheinlichkeit. Man zeigt nicht nur Fachwissen, sondern echtes Verständnis für den Unternehmensalltag. In diesen Momenten entsteht ein echtes Gespräch. Man zeigt Verständnis für den betrieblichen Alltag und nicht bloß Verkaufsinteresse. Erst danach platziert man das Thema Vorsorge als Lösung.

Erst der Chef, dann das Team: Einstieg über die Geschäftsführung

Viele Unternehmer denken zunächst an sich selbst und das ist auch richtig so. Wer den Chef als Mensch ernst nimmt und ihm zunächst bei seiner eigenen Absicherung hilft, baut Vertrauen auf. Erst dann öffnet sich die Tür zur Mitarbeiterberatung.

Einstiegspunkte können sein:

  • Versorgungslücken in der gesetzlichen Rente
  • Keine Regelung bei Krankheit oder Tod (Notfallplan)
  • Schutz des Unternehmens bei Ausfall des Chefs (Keyperson-Versicherung)
  • steueroptimierte GGF-Versorgung mit Insolvenzschutz

Hier kommt man oft auch emotional sehr nah ran. Plötzlich geht es nicht mehr um bAV oder bKV, sondern um Familie, Verantwortung oder den Erhalt des Lebenswerks. Wer für den Chef mitdenkt, wird Teil seines Sicherheitsnetzes und bekommt Freiraum, weitere Lösungen ins Unternehmen zu bringen.

Im zweiten Teil des Artikels geht es um den Weg ins Unternehmen, der manchmal anders sein kann als gedacht. Kein Vermittler muss immer durch das Chefbüro gehen. Manchmal führt der direkte Weg über vertraute Verbündete: Steuerberater, Lohnbüros und Unternehmensberater. Sie genießen hohes Vertrauen, kennen die Zahlen – und wissen oft ganz genau, dass bei vielen Mandanten Nachholbedarf im Hinblick auf die Absicherung besteht.

Das Beste: Sie suchen keine Konkurrenz, sondern verlässliche Partner, die Themen wie bAV, bKV oder GGF-Vorsorge professionell übernehmen – ohne zusätzlichen Aufwand für sie selbst.

Wie man solche Kooperationen aufbaut, worauf es in der Ansprache ankommt und warum ein kostenloser Check statt eines Verkaufsgesprächs oft die bessere Strategie ist – mehr dazu im zweiten Teil.

Beitragsbild: © peopleimages.com/adobestock.com

Sie haben einen Fehler gefunden? Unsere Redaktion freut sich über einen Hinweis.

Auch interessant

Mein Vereinsheim

Termine

Keine Veranstaltungen gefunden.

Über uns

Joachim Rahn
Stefan Eisenmann
Alexander Böhm
Björn Maaß
Olga Simes
Waldemar Bliss
Klaudia Skoro
Ulrich Schubert
Peter Teichmann
Michael Krüger
Hendrik Mohr
Heiko Senff
Ali Gürcali

Kontakt

Münchener Verein Versicherungsgruppe

Pettenkoferstrasse 19
80336 München

+49 89 5152 2340
info@muenchener-verein.de

Don't Miss

Jungmakler Award 2025